Lappland ist eine Region im Norden Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands. Es ist bekannt für seine weite Wildnis, atemberaubende Naturlandschaften und die indigene Sami-Kultur. Lappland zeichnet sich durch sein kaltes Klima mit langen Wintern und kurzen Sommern aus – und genau das macht es zu einem faszinierenden Ziel für Winterexpeditionen.
Über Laisvallby
Laisvallby ist eine kleine Siedlung in der Gemeinde Arjeplog im nördlichen Teil Schwedens. Die Siedlung liegt in der Region Lappland, etwa 10 Kilometer nordwestlich des Dorfes Laisvall und etwa 150 Kilometer nordwestlich von Arjeplog.
Laisvallby ist von Wäldern, Bergen und Seen umgeben und bietet Bewohnern und Besuchern Zugang zu unberührter Wildnis und Freizeitmöglichkeiten im Freien. Es ist ein dünn besiedeltes Gebiet mit wenigen ständigen Bewohnern.
Geschichte der Region
Laisvall und die umliegenden Gebiete haben eine reiche Geschichte aus der Antike, mit Zeugnissen der samischen Rentierhaltung und der indigenen Besiedlung der Region. Das Gebiet wurde früher vom Volk der Samen bewohnt, die ihren Lebensunterhalt auf traditionelle Art durch Rentierzucht, Fischerei und Jagd verdienten.
In den letzten Jahrhunderten wurden die Region durch schwedische Kolonisierung, Bergbauaktivitäten und Infrastrukturentwicklung beeinflusst. Der Bergbau war ein bedeutender Wirtschaftszweig; das Dorf Laisvall diente als Zentrum für Bergbaubetriebe, die Mineralien wie Blei, Zink und Silber gewannen.
Wirtschaft und Kultur
Die Wirtschaft von Laisvallby basiert auf traditionellen Lebensgrundlagen wie Forstwirtschaft, Fischerei und kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Samische Traditionen wie Rentierhaltung, Kunsthandwerk und Yoik-Gesang werden noch immer gepflegt.
Laisvallby bietet zu jeder Jahreszeit zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung im Freien: Wandern, Angeln, Beerenpflücken, Langlaufen, Motorschlittenfahren und Wildtierbeobachtungen. Nahe gelegene Nationalparks wie der Padjelanta-Nationalpark und der Stora-Sjöfallet-Nationalpark bieten geschützte Lebensräume.
Lappland im Winter – Was erwartet einen?
Lappland zeichnet sich durch ein kaltes Klima mit langen Wintern und kurzen Sommern aus. Die Temperaturen können in den Wintermonaten weit unter -20°C fallen. Die Region ist die Heimat vielfältiger Wildtiere, die sich an die extremen Bedingungen angepasst haben.
Wildtiere im Winter
Rentier (Rangifer tarandus): Rentiere sind gut an die arktische Umgebung angepasst. Sie suchen unter dem Schnee nach Flechten und Moosen und graben sich mit ihren speziellen Hufen durch die Schneedecke. Rentierherden ziehen im Winter möglicherweise in tiefere Lagen, um Nahrung zu finden.
Elch (Alces alces): Elche kommen in den Wäldern Lapplands vor und ernähren sich im Winter von Gehölz wie Zweigen, Ästen und Rinde.
Polarfuchs (Vulpes lagopus): Polarfüchse haben dicke Pelzmäntel, die gegen die Kälte isolieren. Sie sind opportunistische Fresser und suchen im Winter nach kleinen Säugetieren, Vögeln und Aas.
Vielfraß (Gulo gulo): Schwer fassbare Fleischfresser mit dickem Fell und großen, schneeschuhartige Pfoten. Sie ernähren sich von einer Vielzahl von Beutetieren.
Schneehuhn (Lagopus spp.): Kälteangepasste Vögel mit gefiederten Füßen, die als Schneeschuhe dienen. Sie ernähren sich von Knospen, Zweigen und Samen.
Schneeeule (Bubo scandiacus): Große, weiße Greifvögel, die in der Arktis brüten und in nördlichen Regionen wie Lappland überwintern.
Bushcrafting in Lappland
Bushcrafting in Lappland ermöglicht es Enthusiasten, in die unberührte Wildnis der Region einzutauchen und ihre Überlebensfähigkeiten im Freien in einer herausfordernden Umgebung zu verbessern.
Die ausgedehnten Wälder, schroffen Berge und die abgelegene Tundra Lapplands bieten den idealen Rahmen. Buschcrafter können Fertigkeiten wie den Bau von Unterkünften, das Anzünden von Feuern, die Nahrungssuche, die Navigation und die Verfolgung von Wildtieren üben.
Saisonale Überlegungen
Das Bushcrafting in Lappland variiert je nach Jahreszeit. Beim Winter-Bushcrafting geht es um den Bau von Schneehütten, das Schnitzen von Eisgeräten und das Erlernen von Überlebensfähigkeiten bei Minusgraden.
Traditionelle Fähigkeiten
Beim Bushcrafting in Lappland werden oft traditionelle samische Überlebenstechniken berücksichtigt: die Verwendung eines Puukko (traditionelles finnisches Messer), die Herstellung von Behältern aus Birkenrinde, das Weben mit Naturfasern und das Aufstellen von Fallen.
Ausrüstung für Lappland
Bushcrafting in Lappland erfordert spezielle, an Klima und Gelände angepasste Ausrüstung:
- Ein hochwertiges Bushcraft-Messer
- Festes Schuhwerk
- Mehrlagige Kleidung zur Isolierung
- Ein zuverlässiges Feuerstarter-Set
- Ein robuster Rucksack
- Navigationswerkzeuge wie Karte und Kompass oder GPS-Gerät
Sicherheitsaspekte
Bushcrafter sollten auf die Herausforderungen und Risiken vorbereitet sein, die mit dem Überleben in der Wildnis Lapplands verbunden sind: extreme Wetterbedingungen, Begegnungen mit Wildtieren und Navigationsgefahren. Sicherheit hat Priorität – grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse, Notfallkommunikationsgeräte und das Informieren anderer über die Reiseroute sind unverzichtbar.
Lappland – eine kurze historische Einordnung
Die Geschichte Lapplands ist reich und vielfältig. Archäologische Beweise deuten darauf hin, dass die Region seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren von Menschen bewohnt wird. Das indigene Volk der Sami entwickelte eine ausgeprägte kulturelle Identität, die auf Rentierzucht, Schamanismus und einem nomadischen Lebensstil basierte.
Während der Wikingerzeit (8. bis 11. Jahrhundert) führte die nordische Expansion nach Nordskandinavien zu verstärktem Kontakt mit dem samischen Volk. Nordische Siedler errichteten Handelsposten und begannen, die Ressourcen Lapplands auszubeuten, insbesondere Pelze und Felle.
Im Verlauf der Geschichte geriet Lappland unter schwedische und finnische Kontrolle. Die Sami waren Assimilationsbemühungen ausgesetzt, einschließlich der erzwungenen Konvertierung zum Christentum. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Lappland zum Schlachtfeld – der Lapplandkrieg (1944–1945) führte zu weitreichenden Zerstörungen durch die Taktik der verbrannten Erde der sich zurückziehenden deutschen Streitkräfte.
Heute ist Lappland aufgrund seiner natürlichen Schönheit und der indigenen Sami-Kultur ein beliebtes Touristenziel. Das samische Volk setzt sich weiterhin für seine Rechte auf Land, Selbstbestimmung und Kulturerhaltung ein.
Fazit
Laisvallby und die umgebende Wildnis Lapplands bieten Abenteurern und Naturliebhabern gleichermaßen außergewöhnliche Erlebnisse. Die Kombination aus extremer Winterlandschaft, reicher Tierwelt und der lebendigen Sami-Kultur macht diese Region zu einem der letzten echten Wildnisgebiete Europas. Eine Wintertour dorthin erfordert sorgfältige Planung und Vorbereitung – sie bietet aber auch unvergessliche Eindrücke von einer Welt abseits des Alltäglichen.
